Kurzbiografie


Hildegard von Bingen wurde im Sommer 1098 in Bermersheim bei Alzey als zehntes Kind einer Adelsfamilie geboren.
Schon früh fällt auf, dass sie eine besondere Gabe besitzt. Sie hat bereits im Kindesalter Wahrnehmungen, die sie von anderen unterscheidet.
Mit 8 Jahren wird sie einer Verwandten, Jutta von Spanheim, im Kloster am Disibodenberg zur Erziehung anvertraut.
1136 als Jutta von Spanheim stirbt, wird sie zur Äbtissin gewählt.
1142 passiert etwas, was ihr Leben verändert. Sie erhält durch eine innere Stimme den Befehl, ihre Wahrnehmungen und Visionen niederzuschreiben und öffentlich zu machen.


Zusammen mit ihrem Beichtvater, dem Mönch Vollmar, der ihr Sekretär wird, gibt sie in den kommenden 30 Jahren drei große theologische Werke („Scivias“, „Liber Vitae meritorum“ und „Liber divinorum operum“) heraus und erfindet eine unbekannte Sprache “Lingua ignota”. Sie schreibt neben Chorälen das Singspiel “Ordo virtutum” und eine Reihe an Büchern über die Elemente, die Mineralien, die Pflanzen und Tiere sowie ein Buch über die Ursachen und die Behandlung der Krankheiten.

Dieses Buch “Causae et Curae” bildet noch heute die Grundlage für die Rezepturen und Anwendungen der Hildegard Heilkunde.
Der Originaltext war über Jahrhunderte verschollen und wurde erst im 20. Jahrhundert wieder gefunden und übersetzt,
Inzwischen sind die Rezepte vielfach erprobt und haben sich in der Naturheilkunde auch bei schweren chronischen Erkrankungen bewährt.